RECHT
Das Oberlandesgericht Köln hat mit Urteil vom 16. Januar 2026 bestätigt, dass die Tipico Games Limited einem Spieler rund 25.600 Euro erstatten muss. Der Anbieter verfügte im streitigen Zeitraum nicht über die in Deutschland erforderliche Lizenz.
Der Kläger hatte zwischen Juni 2014 und Oktober 2020 über eine deutschsprachige Webseite an Online-Glücksspielen teilgenommen und unterm Strich diesen Betrag verloren. Das OLG bestätigte die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Aachen vollständig: Weil Online-Glücksspiel in diesem Zeitraum ohne deutsche Erlaubnis grundsätzlich verboten war, sind die Verträge nichtig, und der Spieler hat Anspruch auf die volle Rückzahlung. Erstritten hat das Urteil die Münchner Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
Die Entscheidung reiht sich in eine inzwischen gefestigte Rechtsprechung mehrerer Oberlandesgerichte ein und wird durch das EuGH-Urteil C-440/23 zusätzlich gestützt. Für viele Betroffene wird 2026 zum entscheidenden Jahr, weil die Verjährungsfristen für Verluste aus dem Jahr 2016 in diesem Jahr auslaufen. Wer dann nicht handelt, riskiert, seinen Anspruch endgültig zu verlieren.
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„Die Zahl 25.600 Euro ist anschaulich, der eigentliche Hebel ist aber das Datum. Die ablaufenden Fristen erzeugen einen echten Handlungsdruck, und das ist das seltene Themenfeld, in dem ein Affiliate gleichzeitig Reichweite und Nutzen liefern kann, wenn er sauber auf Fristen und Beweisfragen hinweist statt auf garantierte Auszahlungen."
— Felix Neumann, Deutscher Glücks- und Wettexperte
Wer ältere Verluste bei einem unlizenzierten Anbieter hatte, sollte den Zeitraum prüfen und die eigenen Ein- und Auszahlungsbelege zusammenstellen. Bei Verlusten aus 2016 drängt die Zeit besonders. Eine fundierte anwaltliche Einschätzung klärt Erfolgsaussichten und Aufwand.
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